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Der westeuropäische Markt der Halbleiter für Personenkraftwagen
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Halbleiterabsatz in Automobilbranche boomt
dank Komfort- und Sicherheitssystemen
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Mai 2004
Der westeuropäische Markt für Halbleiter zum Einsatz in Pkw wird sein Volumen in den kommenden
Jahren nahezu verdoppeln. 2003 noch auf 1,67 Milliarden Euro beziffert, soll der Marktwert laut
einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan bis 2010
auf 3,36 Milliarden Euro ansteigen. Die größte Herausforderung für die Hersteller besteht derzeit
darin, im von Komfort- und Sicherheitsmerkmalen geprägten Wett-bewerbsumfeld der Automobilindustrie
die ideale Gewichtung zwischen Technologie, Qualität und Preis zu finden.
Laut Prognose dürfte der Anteil an elektronischen Komponenten in Pkw bis 2010 von momentan 25 auf 40
Prozent steigen. Neben der reinen Volumenzunahme soll auch die höhere Komplexität wichtige Wachstumsimpulse
liefern. Die Ausstattung von Pkw mit immer mehr Intelligenz erfordert statt der bisherigen konventionellen
Lösungen auf Komponentenebene zukünftig Konzepte auf Systemebene - ein Trend, der die Halbleiterhersteller
dazu zwingt, ihre Produktpaletten zu erweitern, um für eine einzige Anwendung skalierbare Lösungen liefern
zu können.
So werden beispielsweise immer mehr Autos mit einer Fülle von Funktionen wie ABS-Bremssystemen,
Einparkhilfen und CMOS (komplementärer Metalloxid-Halbleiter)-Kameras in Sicherheitssystemen gebaut,
die einen höheren Gebrauchswert versprechen. Folglich wird in der Halbleiterbranche eine erhöhte
Nachfrage nach 32-Bit-Microcontrollern mit integrierten Funktionen und Schnittstellen zum Beispiel
für Embedded Flash Memory, Controller Area Network und Local Interconnect Network zu verzeichnen sein.
Hohe Investitionen der Anbieter können nur bedingt weitergeben werden
"Die Kombination aus fortschrittlichen elektronischen Komponenten und langwierigen, teuren
Qualitätsanalyseprozessen erfordert von den Halbleiterherstellern höhere Investitionen", erläutert
Ramanan Rajagopalan, Research Analyst bei Frost & Sullivan. "Gleichzeitig lässt sich mit der
Weiterentwicklung hochwertiger Produkte die Glaubwürdigkeit bei den Kunden in der Autoindustrie
steigern, und Preissteigerungen werden besser zu rechtfertigen sein." Allerdings sind die meisten
Halbleiterhersteller an langfristige Preisvereinbarungen mit Autoherstellern gebunden. "In diesen
Fällen sollten sich die Akteure bemühen, innovative Lösungen zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln."
Stark unterschiedliche Qualitätsanforderungen und Innovationszyklen bei Halbleitern für
Automobile und Unterhaltungselektronik
"Wer hervorragende Qualität liefern will, muss den Unterschied zwischen Automobil- und
Kommunikations-/Unterhaltungselektronik verstehen", so Rajagopalan weiter. "Im riesigen Sektor
für Kommunikations- und Unterhaltungselektronik, in dem in kürzesten Zeitabständen immer neue
Technologien eingeführt werden, macht man bei der Qualität häufig Kompromisse. Im Gegensatz dazu
dauert es bei technischen Neuerungen in der Automobilbranche durchschnittlich sieben Jahre bis
zur Marktdurchdringung. Ein Handy ist viel einfacher zu ersetzen als eine fehlerhafte Autokomponente: Pkw-
Halbleiterprodukte werden speziell an bestimmte Modelle angepasst und sind meist mindestens zehn Jahre
im Markt, um einen Austausch zu vereinfachen."
Halbleiterhersteller, die Infotainment-Merkmale liefern, können laut Frost & Sullivan erhebliche
Kosteneinsparungen erzielen, indem sie eine gemeinsame Technologie-plattform für Automobil- und
Kommunikations-/Unterhaltungselektronik etablieren. So können Halbleiterunternehmen beispielsweise
ihr technisches Know-how im Bereich Digitalfunk für die Entwicklung von Infosystemen nutzen, und auf
ähnliche Weise könnte ihnen ein guter Ruf im Sektor Digitalfernsehen dabei helfen, erfolgreiche
Video-Unterhaltungssysteme für Autos zu bauen.
"Die Zusammenarbeit mit Autoherstellern und Systemanbietern dürfte Halbleiter-herstellern dazu befähigen,
ihre technische Sachkenntnis mit anwendungsbezogenem Wissen zu kombinieren, und ihnen dadurch Prozesse
wie Fertigungsspezifikation und Design erleichtern", meint Rajagopalan. "Außerdem erhalten die Anbieter
auf diese Weise mehr Einblick in die Bedürfnisse ihrer Kunden und können künftig individuell angepasste
Lösungen auf Systemebene entwickeln."
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Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet
ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends,
Kennzahlen und Unternehmensstrategien.
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