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Trends / Entwicklungen


Stillstand auf Knopfdruck:
Die elektrische Parkbremse von Siemens VDO steigert
Komfort und Sicherheit


Mit der elektrischen Parkbremse steigert Siemens VDO Automotive einmal mehr Komfort und Sicherheit beim Autofahren. Das neue System ersetzt den konventionellen Handbremshebel durch einen frei platzierbaren Druckknopf. Es ging in der jüngsten Generation des BMW 7er erstmals in Serie. Bis zum Jahr 2005 wird Siemens VDO mindestens zehn weitere Fahrzeuge mit dieser innovativen Lösung ausrüsten. Das Marktvolumen für elektrische Parkbremsen im Jahr 2005 wird auf rund vier Millionen Einheiten geschätzt.

Bislang mussten Autofahrer kräftig an einem Hebel ziehen oder ein zusätzliches Pedal im Fußraum treten, um den Wagen im Stillstand wirklich still stehen zu lassen. Künftig jedoch genügt zur Aktivierung oder zum Lösen der Feststellbremse ein kurzer Druck auf einen Schalter im Armaturenbrett oder am Multifunktionslenkrad. Möglich machen das ein leistungsfähiger Elektromotor, der die Bremsseile hinter den Kulissen auf Kommando spannt und löst, oder ein weiterer elektrischer Stellmotor am Hinterrad, mit dem der Sattel direkt auf die Bremsscheibe gepresst wird. Je nach Programmierung nimmt die von Siemens VDO entwickelte Steuerung dem Fahrer auch diesen Befehlsaufwand ab und aktiviert die Bremse automatisch, wenn etwa der Schlüssel abgezogen, der Kofferraum oder die Motorhaube geöffnet werden.

Aber die elektrische Feststellbremse hilft nicht nur beim Parken - auch beim Start macht sie es dem Fahrer durch ihren intelligenten Eingriff leichter: Beim Anfahren am Berg rollt der Wagen deshalb nicht mehr zurück. Und bei Stop-and-Go-Verkehr geht es auch ohne den ermüdenden weil dauerhaften Tritt auf das Bremspedal erst dann wieder vorwärts, wenn tatsächlich Gas gegeben wird.

Neben dem Komfortgewinn sprechen für die elektrische Parkbremse vor allem Sicherheitsargumente. So lässt sich ein Fahrzeug mit diesem System - etwa bei einem Ausfall der herkömmlichen Bremsanlage - auch aus hohen Geschwindigkeiten sicher und je nach Spezifikation des Fahrzeugherstellers auf Wunsch sogar mit einem künstlichen ABS-Effekt zum Stehen bringen. Weil dabei sofort die maximale Bremskraft aufgebaut wird, lassen sich gegenüber anderen Notbremssystemen deutlich größere Verzögerungswerte und damit kürzere Anhaltewege erzielen. Außerdem reduziert sich bei einem Unfall das Verletzungsrisiko, wenn kein Handbremshebel mehr aus dem Mitteltunnel oder kein zusätzliches Pedal in den Fußraum ragt. Weil ferner der Verschleiß minimiert wurde und die Kraft an der Feststellbremse trotz möglicher Spannungsverluste im Seilzug selbstständig auf konstantem Niveau gehalten wird, spart der Autofahrer mit diesem System darüber hinaus bei Wartung und Unterhalt.

Dem Fahrzeughersteller eröffnet Siemens VDO mit der elektrischen Feststellbremse vor allem neue Möglichkeiten bei der Konzeption des Innenraums. So gewinnen die Designer etwa bei Limousinen durch den Wegfall des Handbremshebels auf dem hart umkämpften Mitteltunnel neuen Raum für Telefone, Cupholder oder zentrale Bedienelemente wie den iDrive-Controller im neuen BMW 7er. Und bei Minivans oder Großraumlimousinen können Sitze künftig noch variabler gestaltet und Durchgänge von der ersten in die zweite Reihe noch weiter geöffnet werden, da kein Hebel mehr im Weg ist.





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