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Der Europamarkt für Brennstoffzellen im Fahrzeugbau
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Wasserstoffeinsatz als Schlüssel zum Wachstum bei Brennstoffzellenfahrzeugen
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Der europäische Gesamtmarkt für Brennstoffzellen im Fahrzeugbau (einschließlich Fahrzeuge,
Komponenten und Kraftstoffe) könnte von heute drei Millionen Euro auf über 50 Milliarden Euro im
Jahr 2040 wachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Unternehmensberatung Frost & Sullivan
(www.transportation.frost.com) in einer neuen Untersuchung...
Bereits heute arbeiten zahlreiche Autohersteller an der technischen Entwicklung von Brennstoffzellenantrieben.
Entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge zeichnen sich durch geringen Kraftstoffverbrauch und praktisch
emissionsfreien Betrieb aus. Dem Markterfolg stehen allerdings bisher die hohen Kosten entgegen: Ein
Brennstoffzellenmotor kostet heute ca. 725 Euro pro kW Motorleistung, verglichen mit 20 Euro pro kW
bei Verbrennungsmotoren. Bis zur Wettbewerbsfähigkeit ist noch ein langer Weg: Erst in den Jahren
2024 bis 2028 sollen Brennstoffzellenmotoren ein mit Verbrennungsmotoren vergleichbares Preisniveau erreichen.
Wasserstoff langfristig der optimale Brennstoff
Ein weiteres Problem liegt in der Auswahl des geeigneten Brennstoffs. Langfristig gesehen wäre Wasserstoff
die optimale Lösung, da außer Wasser keine Abfallprodukte entstehen. Außerdem könnten durch den Einsatz
von Wasserstoff bis zu 30 Prozent der Herstellungskosten für den Motor eingespart werden, da der Reformer
(eine Art Minireaktor, der den Wasserstoff aus der Treibstoffverbindung herauslöst), entfällt. Allerdings
ist dazu eine Infrastruktur erforderlich, mit der reiner Wasserstoff so an die Nutzer von
Brennstoffzellenautos verkauft werden kann wie heute Benzin. Das bedeutet erhebliche Investitionen sowohl
in die Technik für die Speicherung des Wasserstoffs im Fahrzeug als auch in die Vertriebsinfrastruktur.
Die damit verbundenen Kosten in Milliardenhöhe würden sich nach Sarwant Singh, Automotive Research Manager
bei Frost & Sullivan, weder kurz- noch mittelfristig über Einnahmen aus dem Kraftstoffverkauf amortisieren.
Benzin und Methanol als Betriebsstoffe für die nähere Zukunft
Für die nähere Zukunft setzen die Autobauer deshalb auf Brennstoffe wie Benzin und Methanol. Benzin ist
dabei wirtschaftlich klar im Vorteil, da die Vertriebsinfrastruktur bereits vorhanden ist und keine
Akzeptanzprobleme bei den Kunden bestehen. Allerdings gibt es hier noch Probleme mit der Reformertechnologie,
während das Reforming von Methanol schon heute ausgereift ist.
Sollte der Aufbau einer Vertriebsinfrastruktur für Wasserstoff gelingen, dann könnte der ab 2010 zu
erwartende Preisrückgang bei den Brennstoffzellen dem Markt einen gewaltigen Wachstumsschub geben. Bis
dahin bleibt das Potenzial allerdings relativ begrenzt.
Busse und Taxis als erste Einsatzgebiete
In der Zeit zwischen dem Jahr 2004 und 2012 erwartet Frost & Sullivan Nachfrage nach Brennstoffzellentechnologie
überwiegend aus dem öffentlichen Personennahverkehr. Speziell Busse und städtische Versorgungsfahrzeuge
eignen sich zum Einsatz, da ihr Betriebsradius umgrenzt ist und nur geringe Kosten für die entsprechende
Treibstoffinfrastruktur anfallen. Dank Subventionen dürften Taxis und Lieferfahrzeuge als weitere
Einsatzgebiete folgen und den Weg zu einer Massenproduktion für kleinere Fahrzeugtypen ebnen.
BMW geht andere Wege
Die Mehrheit der europäischen Automobilhersteller haben eigene Programme zur Entwicklung von
Brennstoffzellenfahrzeugen. Eine Vorreiterrolle nimmt derzeit Xcellsis ein. Bis Ende des Jahres 2002
soll das Joint Venture von Ford, DaimlerChrysler und dem Brennstoffzellenhersteller Ballard Power Systems
30 Mercedes-Busse mit Brennstoffzellenantrieb liefern. BMW geht andere Wege und konzentriert sich auf die
Weiterentwicklung von wasserstoffbetriebenen Hybridmotoren, die im Wasserstoffmodus keine umweltschädlichen
Abgase freisetzen. Bereits seit den 70er Jahren laufen die notwendigen Entwicklungsprogramme und im Jahr
2000 konnte das Unternehmen mit dem 750hL ein serienreifes Fahrzeug mit einer Spitzengeschwindigkeit von
226 km/h auf den Markt bringen. Die Reichweite bei Betrieb mit flüssigem Wasserstoff beträgt 350 km und
950 km bei Nutzung von Wasserstoff und Benzin.
Untersuchte Unternehmen
Mit der Studie 'European Fuel Cells Markets' legt die Unternehmensberatung Frost & Sullivan die
umfassendste zurzeit verfügbare Analyse des Brennstoffzellenmarktes vor. In der Untersuchung wurden
folgende Unternehmen analysiert: BMW Gruppe, DaimlerChrysler, Fiat Gruppe, Ford, Xcellsis, General Motors,
Honda, PSA Peugeot Citroën, Renault / Nissan, Volkswagen Gruppe, Delphi Automotive, Siemens Automotive,
Robert Bosch, ExxonMobil, Shell, BP, Aral, RWE-DEA, Air Products, Air Liquide, Linde Gas, BOC, Statoil,
Methanex, BASF und Varta.
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Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet
ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends,
Kennzahlen und Unternehmensstrategien.
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