Steuerelektronik ist Kern innovativer Getriebetechnik mit Doppelkupplung
Dezember 2002
Die zukunftsweisende Getriebetechnologie mit Doppelkupplung hält bei Volkswagen Einzug in die Großserie.
Kernstück der innovativen Technologie ist eine Steuerelektronik der Continental Temic.
Direkt im Getriebe platziert, bildet die Elektronik im Zusammenspiel mit einer hydraulischen Steuerung eine
kompakte Einheit.
Vorteile durch die Integration der Elektronik im Getriebe liegen auf der Hand:
Der Großteil der Sensorik ist im Getriebe integriert.
Elektrische Aktuatoren sind direkt an das Steuergerät angeschlossen.
Separate Gehäuse für Sensoren entfallen.
Notwendige elektrische Schnittstellen erfolgen über einen Stecker.
Im Ergebnis reduziert sich die Anzahl von Steckverbindungen und Leitungen. Daraus resultierend verzeichnen
wir deutliche Gewichteinsparungen und eine noch größere Zuverlässigkeit der Elektrik. Die Integration des
elektronischen Steuergerätes in das Getriebe stellt höchste Anforderungen an thermische und mechanische
Belastbarkeit der Elektronik. Auftretende Temperaturen von -40°C bis +145° und mechanische Schwingungen
bis zu 33g dürfen die Funktionstüchtigkeit des Steuergerätes nicht beeinträchtigen.
In der Fahrpraxis verbindet das Getriebe mit Doppelkupplung den Komfort von Automatikgetrieben mit der
Dynamik von manuellen Schaltgetrieben auf beeindruckende Art und Weise. Gangwechsel im Millisekundenbereich
ermöglichen einen Fahrbetrieb ohne Wandlerschlupf beziehungsweise Zugkraftunterbrechung. Daraus ergeben
sich stufenlose Schaltvorgänge, die sich für den Fahrer in ruckfreiem Vortrieb äußern. Damit unterstützt
diese Technik nicht zuletzt eine Reduzierung des Verbrauchs und der Emissionswerte.
Diese neue Technologie hat für die Continental Temic einen sehr hohen Stellenwert. Das Unternehmen verspricht sich
in den nächsten fünf Jahren in Europa einen Marktanteil von Getrieben mit Doppelkupplung im Bereich
von 5% bei Personenkraftwagen.
Damit wird diese Technologie mittelfristig einen überproportional hohen Anteil am
Gesamtumsatz erreichen.
Die Entwicklungszeit für die elektronische Steuerung des Doppelkupplungs-Getriebes betrug 3,5 Jahre
und erforderte das Know-how von 20 Entwicklern.
Bereits 1999 kam diese Art Steuergerät bei Audi mit Continuous Variable Transmission (CVT-Automatikgetriebe)
erfolgreich in die Serie.
Die Continental Temic ist Teil des Continental-Konzerns. Der Elektronikanbieter entwickelt
und produziert hochwertige Automobilelektronik für die Anwendungsbereiche Antrieb,
Sicherheit und Fahrkomfort.
Der Continental-Konzern ist ein führender Anbieter von Bremssystemen, Fahrwerkskomponenten,
Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomeren.
Das Unternehmen hat im Jahr 2001 mit weltweit rund 65.000 Mitarbeitern einen Umsatz
von 11,2 Milliarden Euro erzielt.