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Der Europamarkt für Sensoren in der Kraftfahrzeugtechnik
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Umweltschutz und Sicherheitsanwendungen lassen
Kfz-Sensorenmarkt boomen
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Juni 2003
Dank der zunehmenden Ausstattung moderner Kraftfahrzeuge mit intelligenten Funktionen und Sicherheitsmerkmalen
bieten sich vielfältige Wachstumschancen für den Einsatz von Sensoren. So erwartet eine neue Analyse der
Unternehmensberatung Frost & Sullivan im Europamarkt für Kfz-Sensoren Zuwächse von 1,56 Milliarden US-Dollar
im Jahr 2002 auf 2,55 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009. Besonders deutliche Wachstums- impulse kommen von
Anwendungen, die auf eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes und erhöhte Sicherheit gerichtet sind.
Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich die EU zur Reduzierung des Kohlendioxid-ausstoßes verpflichtet.
Die EU-Kommission hat dazu eine Vereinbarung mit der ACEA erzielt, in der sich die europäischen Autohersteller
selbst verpflichten, den durch-schnittlichen Kohlendioxidausstoß von PKW und Transporter bis 2008 um 25 Prozent
zu reduzieren. Durch Umweltstandards, die 2005 in Kraft treten, sind erhebliche Zuwächse beim Einsatz von
Gassensoren wie Lambda-Sonden und Stickoxidsensoren zu erwarten.
Sicherheit als Wachstumssegment
Daneben nimmt nach Peter Bowlus, Research Analyst bei Frost & Sullivan, das Sicherheitsbewusstsein der
Autokunden zu. "Die steigenden Anforderungen an Fahrzeugdiagnostik und -überwachung treiben die Entwicklung
der Sensortechnologie weiter voran. Innovative Hochleistungs- und Sicherheitsmerkmale wie weiterentwickelte
elektronische Bremssysteme, elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) und elektronisches Fahrwerk werden das
Wachstum stimulieren," so Bowlus. Verbesserte Kraftstoff-, Motor- und Antriebs-Management-Systeme, zum Beispiel
Kraftstoffeinspritzsysteme, und der Umstieg auf X-by-wire-Technologien sollen dem Markt für Kfz-Sensoren
zusätzliche Impulse verleihen.
Haupteinsatzfeld: Antriebsstrang
Im Jahr 2002 entfielen 39,6 Prozent des Gesamtumsatzes mit Kfz-Sensoren auf Anwendungen im Bereich des
Antriebsstranges. Dieser Anteil soll bis Ende des Prognosezeitraums auf 29,4 Prozent absinken, da andere
Sektoren wie Abgassysteme und Fahrerunterstützung verstärktes Wachstum verzeichnen. Am deutlichsten dürfte
der Marktanteil von Sensoren für Fahrerassistenzsysteme zulegen.
Nicht zuletzt durch die zyklische Bewegung der gesamten Automobilbranche befinden sich zahlreiche
Sensorenanwendungen gegenwärtig an der Schwelle zur Marktreife. Eine Belebung des Umsatzwachstums wird daher
vor allem von den Segmenten erwartet, die schnelles Wachstum der Implementierungsraten und dementsprechende
Preissenkungen verzeichnen, wie das bei Sensoren für Reifenluftdrucküberwachung und Fahrerassistenzsysteme der
Fall ist.
Negativ auf das Marktwachstum könnte sich die Zusammenfassung von Sensoren für verschiedene Anwendungen in einer
komplexen Einheit auswirken. So werden etwa durch den breiten Einsatz von TMAP-Sensoren (Kombinationssensoren
für Temperatur und Druck) weniger vielseitige Produkte verdrängt.
Siliziumbasierte Mikrosystemtechnik wird boomen
Ständig werden neue Herstellungsverfahren entwickelt, die dazu beitragen, dass sich die Aussichten für den
Einsatz bisher zu kostspieliger Sensoren verbessern. So dürfte die Nachfrage nach siliziumbasierter Mikrosystemtechnik
im Verlauf des Prognosezeitraumes beispielloses Wachstum verzeichnen. Nach Bowlus hat es denn auch "in den letzten
Jahren zunehmendes Interesse am Einsatz intelligenter kontaktfreier Sensoren gegeben, und in vielen Fällen werden
passive Technologien durch aktive Lösungen ersetzt."
Im Wettbewerb müssen die Unternehmen ihre Produktpalette, wo nötig, erweitern, um diese neuen Technologien
einzubeziehen. Strategische Allianzen und Jointventures sowie der direkte Erwerb solcher Herstellungstechnologien
durch Fusionen und Übernahmen dienen diesem Ziel.
Enge Margen und sinkende Preise
Unternehmen wiederum, die sich auf Nischenmärkte spezialisieren, sollten ihre Strategien überprüfen, um ihre
Position auf einem zunehmend umkämpften Markt zu stärken, wo große Anbieter von Sensoren und Sensorensystemen
dominieren, die kostengünstig große Stückzahlen herstellen und kontinuierlich in Forschung und Entwicklung
investieren können. Die Sensorenbranche verzeichnet große Bestellvolumina, enge Gewinnmargen und sinkende Preise.
Um überleben zu können, müssen die Hersteller ihre Effizienz in allen Geschäftsbereichen, vor allem aber in der
Fertigung, maximieren.
Bosch unbestrittener Marktführer
Unbestrittener Marktführer mit 20 Prozent des Gesamtabsatzes in Europa im Jahr 2002 ist die Firma Bosch.
Das Unternehmen ist besonders stark in den Bereichen Lambda-Sonden für Abgassysteme, Ansaugunterdruckfühler
und Luftmassenmesser sowie elektronische Beschleunigungssensoren und Fahrerassistenz-Sensoren. Dahinter
folgen Siemens VDO und Delphi Automotive.
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Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet
ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends,
Kennzahlen und Unternehmensstrategien.
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