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Trends / Entwicklungen

Modellbasierte Diagnose und Risikoanalyse für die Automobilindustrie


Weitere Informationen:
R.O.S.E. Informatik GmbH
Schloßstraße 34
D-89518 Heidenheim/Brenz
Tel.: 0 73 21/95 93 10
Fax: 0 73 21/95 93 17
E-Mail: w.seibold@rose.de
www.rose.de


Vollständige Systemsicherheit in allen Produktlebenslagen

Juli 2003

RODON® - modellbasierte Diagnose und Risikoanalyse für die Automobilindustrie

Die kurze Halbwertszeit technischer Innovationen sowie der hohe Konkurrenz-druck verlangt von Unternehmen im Automobilbau, ihre Produktneuheiten in immer kürzeren Abständen weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig ist den ständig steigenden Anforderungen an Komfort, Sicherheit und Qualität Rechnung zu tragen. Mit RODON 3 bietet die Heidenheimer R.O.S.E. Informatik GmbH jetzt eine Lösung, die Unternehmen hilft, diesen Spagat zu bewältigen. Als Java-Lösung zur modellbasierten Diagnose und Risikoanalyse unterstützt RODON den gesamten Produktlebenszyklus komplexer technischer Systeme in Sachen Funktionstüchtigkeit, Qualität und Effizienz. Bereits im Entwicklungsprozess können anhand grafisch erstellter Modelle die Auswirkungen potenzieller Ausfallrisiken von Bauteilen systematisch berechnet, simuliert und analysiert werden, was den Zeit- und Kostenaufwand schon in dieser Phase deutlich senkt. Das in der Entwicklung gewonnene Wissen über das betrachtete technische System steht anschließend unmittelbar in Form von systematischen Fehlerdiagnoseverfahren zur Verfügung - sowohl an Bord im Automobil als auch in der Werkstatt. Somit sorgt RODON schon bei der Erzeugung des Diagnosewissens als auch danach bei der Überwachung und Wartung im Praxiseinsatz für höchstmögliche Effizienz. Heute kommt RODON bei der Erstellung des Diagnosewissens für die Onboard-Diagnose der Mercedes Benz E-Klasse und der SL-Modelle zum Einsatz. Dabei werden rund 1500 elektrische und elektronische Bauteile des Innenraums überwacht und im Störungsfall automatisch die wahrscheinlichsten Verursacher ermittelt. Dadurch bekommen Servicetechniker von Mercedes konkrete Hinweise zur Ursachen-behebung, wodurch der Aufwand in der Werkstatt deutlich reduziert wird.


Grafische Modellbildung

Für die Diagnose und Risikoanalyse führt RODON technische Entwicklungsdaten, wie beispielsweise Konstruktions- und Schaltpläne sowie Steuergeräte-Lastenhefte in einem hoch automatisierten Prozess zu einem virtuellen Produktmodell zusammen, um die Struktur grafisch abzubilden und das funktionale Verhalten der realen Bauteile in diese Struktur einzubinden. Dabei unterstützt RODON die Modellierung durch umfangreiche Modellbibliotheken, grafische Benutzeroberflächen und interaktiv steuerbare Konverter- und Importfunktionalitäten. Bei der grafischen Darstellung werden, im Gegensatz zu herkömmlichen Simulationswerkzeugen, die realen Komponenten und Baugruppen zunächst separat als Bauteil-Modelle beschrieben, grafisch dargestellt und anschließend gemäß der realen System-Topologie miteinander verbunden. Der Vorteil: was der Anwender auf dem Bildschirm sieht, entspricht unmittelbar der tatsächlichen Systemstruktur. Auf diese Weise wird ein hoher Wiederverwendungsgrad von Modellwissen in Form von Komponentenbibliotheken gewährleistet, ein intuitiveres Vorgehen ermöglicht und so insgesamt die Effizienz im Modellgenerierungsprozess gesteigert. Durch eine Intervalldarstellung und -verarbeitung lassen sich dabei auch Bauteiletoleranzen unmittelbar in RODON darstellen und verarbeiten.

Modellbasierte Risikoanalysen und Diagnosen

Anhand des grafisch erstellten Produktmodells führen Entwicklungsingenieure und Risikoanalytiker systematische Berechnungen aller Schalt- und Betriebszustände des Systems durch, um bereits im Entwicklungsprozess konkrete Aussagen über das systemweite Zusammenspiel der einzelnen Bauteile und Steuergeräte zu bekommen. Dabei werden zum einen mit Hilfe von Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analysen (FMEA), vereinfachten Fehlerbaumanalysen (sFTA) oder Kriechstromanalysen (SCA) die verschiedenen Fehlerarten sowie deren Auswirkungen simuliert und geeignet dargestellt. Auf diese Weise entsteht gleichzeitig präzises, systematisch berechnetes Diagnosewissen, das in Form von Diagnoseregeln und Fehlersuchprogrammen (Entscheidungsbäumen) für den Praxiseinsatz "on Board" oder "off Board" in der Werkstatt zur Verfügung steht. Zum anderen ermitteln Systemdiagnostiker anhand eines am echten System beobachteten Symptombildes durch modellbasierte Diagnose die Fehlerursache bzw. mögliche defekte Bauteile. Dabei erfolgt ein steter Abgleich zwischen den Prozessdaten des realen Systems und dem OK-Zustand (Nominalfall) des RODON-Modells. Bei entsprechenden Abweichungen wird der Diagnoseprozess automatisch gestartet und RODON identifiziert anhand von Fehlercodes und anderen relevanten Prozessgrößen diejenigen Komponenten, die als Ursache für die Abweichung vom OK-Zustand in Frage kommen.


Über R.O.S.E. Informatik

Die R.O.S.E. Informatik GmbH, Heidenheim, wurde 1992 gegründet und konzentriert sich mit der Software-Lösung RODON auf die systematische Berechnung von Diagnose- wissen und Risikoanalysen für technische Systeme aus den unterschiedlichsten Domänen. Dabei arbeitet R.O.S.E. mit den wichtigsten Vertretern des deutschen und US-amerikanischen Automobilbaus sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie zusammen.