"X-by-Wire-Systeme" erhöhen Sicherheit und senken Verbrauch
Mechatronische Systeme ersetzen Mechanik
Moderne Steuerungs- und Regelungssysteme in Fahrzeugen erhöhen die Fahrzeugsicherheit und sind mit ein
Grund warum die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit 50 Jahren ist.
Dies ist ein Ergebnis der VDI-Tagung "Steuerung und Regelung von Fahrzeugen und Motoren" in Wiesloch,
auf der Experten über aktuelle Entwicklungen von fahrdynamischen Regelungen und Motorsteuerungen
diskutierten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Mechatronik.
"X-by-Wire-Systeme" ersetzen die herkömmlichen hydraulischen und mechanischen Verbindungen im
Fahrzeug durch elektronische Kabel wie etwa bei der Lenkung das "Steer-by-Wire" zur Fahrzeugstabilisierung.
Hier wird das Fahrzeug in Grenzbereichen stabilisiert und der Kurs gehalten. "Mit derartigen Systemen
können Schleuderzustände oder andere Querdynamik-Instabilitäten vollständig ausgeregelt werden", erklärt
Dr. Dieter Ammon von DaimlerChrysler auf dem Pressegespräch während der Tagung. Weiterentwickelte
Notbremssysteme zur Vermeidung von Auffahrunfällen, Spurhalte- und Bremssysteme erhöhen die aktive
als auch passive Sicherheit im Fahrzeug. In kritischen Situationen wird der Fahrer unterstützt und
von Routineoperationen befreit.
Mechatronische Entwicklungen in der Steuerungs- und Regelungstechnik im Bereich der Motoren tragen
dazu bei, dass die Emissionen von Schadstoffen weiter verringert werden. "Die Steuerungs- und Regelungstechnik
mit moderner Sensorik, Aktorik und digitaler Signalverarbeitung hat einen besonders hohen Anteil an den
Innovationen in Kraftfahrzeugen und motorischen Antrieben", betont Professor Rolf Isermann, Leiter des
Instituts für Automatisierungstechnik der TU Darmstadt. Weitere Vorteile von "X-by-Wire-Systemen" gegenüber
der herkömmlichen Technologie sind das niedrige Gewicht der elektrischen Komponenten und der geringe Platzbedarf.